Detail
Weltklasse-Stadion in neuem Gewand
Annabell Cox
10.10.2024
Was hat eine Fachhochschule in der Zentralschweiz mit dem weltberühmten Fussballstadion eines weltberühmten Clubs in Madrid zu tun? Der Fassadeningenieur Ringo Perez Gamote war bei der Renovation des Stadions Santiago Bernabéu dafür verantwortlich die Details der komplexen Fassade auszuarbeiten und ihre Renovation umzusetzen. Er begann das Projekt in Spanien und schloss es an der HSLU ab.

Ringo Perez Gamote liebt Fussball. Und beruflich haben es ihm komplizierte Fassaden angetan. Klar also, dass der Fassadeningenieur die Gelegenheit beim Schopf packte, an der grossen Renovation des Fussballstadions Santiago Bernabéu von Real Madrid mitzuwirken. «Das war eine Traum-Aufgabe», sagt Gamote im Rückblick. Jetzt ist der Abschluss des Projekts nahe, und seine Begeisterung hat kein Bisschen nachgelassen.
Im massiven Gebäude mitten in der spanischen Hauptstadt finden über 81’000 Fans Platz. Es gehört damit zu den grössten in Europa. Die Grösse macht das Stadion auch zu einem architektonischen Wahrzeichen Madrids. Eröffnet wurde es 1947. Die jetzige Erneuerung ist nicht die erste, aber die umfassendste. Die Fassade stellt nicht nur den am deutlichsten sichtbarsten Teil des Gebäudes dar, sondern auch einer der kniffligste Teil der Renovation, gemeinsam mit dem ausfahrbaren Dach und dem einziehbaren Rasen.
Geleitet wurde das Projekt von der Firma FCC Construction, die langjährige Erfahrung mit Grossprojekten hat, vom Flughafen bis zur Sanierung historischer Gebäude. Für die Detailausarbeitung und Umsetzung der Fassade war das spanische Unternehmen Inasus S.L verantwortlich, das sich auf aussergewöhnliche Fassaden aus den unterschiedlichsten Materialien spezialisiert hat.
Hier leitete Ringo Perez Gamote die technische Abteilung, als er die Herausforderung annahm, die Fassade des Estadio Santiago Bernabéu umzusetzen. Als er später an die Hochschule Luzern wechselte, arbeitete er an diesem Auftrag weiter und hatte dadurch zusätzlich die Möglichkeit, für Tests die Infrastruktur der HSLU zu nützen.



